Eine Verwaltung erlässt einen Bescheid, speichert ihn und legt ihn in der Akte ab. Welches Dateiformat dahintersteckt, fragt kaum jemand. Dabei hängt daran, ob sich der Bescheid in zwanzig Jahren noch öffnen lässt. Kontrolliert ein Hersteller das Format, bestimmt er mit, was später möglich ist, und die Verwaltung bleibt von ihm abhängig. ODF ist offen: Kein Anbieter steuert es, jedes Programm darf es lesen und bearbeiten. Der IT-Planungsrat von Bund und Ländern hat ODF bereits als Standard für digitale Verwaltungslösungen festgelegt.
ODF: Das Dokument, das keinem Hersteller gehört
ODF steht für Open Document Format. Es ist ein Dateiformat für Texte, Tabellen und Präsentationen. „Offen“ heißt: Kein Hersteller dirigiert Lizenzkosten oder Versionen, jeder darf es nutzen. ODF funktioniert wie ein Normstecker: passt in jede Steckdose, egal wer das Gerät gebaut hat. Programme wie LibreOffice oder Collabora Online – ebenso Microsoft Office – öffnen und speichern solche Dateien, ohne dass eine bestimmte Software nötig ist.